Was § 17 InsO im Operator-Alltag bedeutet

§ 17 der Insolvenzordnung definiert Zahlungsunfähigkeit. In der Praxis fragen Geschäftsführer: Können fällige Zahlungen noch bedient werden, oder ist die Gesellschaft dauerhaft unfähig, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen? Die gesetzliche Bewertung und jede Antragspflicht gehören zum Anwalt und zur Geschäftsführung. Keel liefert das Rechenwerk, das diese Frage mit Zahlen statt mit Hoffnung füttert.

Öffentliche Kommentierungen unterscheiden typischerweise vorübergehende Zahlungsstockung und nachhaltige Zahlungsunfähigkeit. Wir wiederholen das hier nicht als Gutachten. Wir sagen nur: ohne aktuelle Kontostände, Linien, fällige Abflüsse und realistische Zugänge bleibt die Unterscheidung ein Bauchgefühl.

Was Keel rechnet

Im Lagebild verdichten wir Bankguthaben, verfügbare Linien, absehbare Zuflüsse und fällige Abflüsse zu einem Deckungsbild und setzen den Burn auf eine Runway in Wochen. Dazu kommt der Distress Score aus der BWA (Umsatz, Kosten, Ergebnistrend). Das ist eine Momentaufnahme zur Vorbereitung des Gesprächs, kein gerichtsfestes Statusgutachten.

Wenn Factoring oder Forderungsverkauf kurzfristig relevant ist, hilft die OPOS-Liste. Wenn intern nichts mehr geht, gehören Bridge und andere Debt-Hebel in denselben Blick, nicht in ein zweites Excel drei Wochen später.

Antragspflicht bleibt beim Geschäftsführer

Deutsches Insolvenzrecht knüpft an Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung Fristen und Haftungsfolgen. Die genauen Fristen und die persönliche Haftung sind anwaltliches Terrain. Keel sagt das ausdrücklich, damit niemand ein Website-Lagebild mit einem Freibrief verwechselt.

Unser Nutzen in diesem Fenster: Sie haben dokumentierte Zahlen und erste Kapitalhebel, während Sie parallel rechtlichen Rat einholen. Steuerberater können denselben Pfad nutzen, ohne dem Mandanten ein Beraterhonorar für die Erstdiagnose aufzubürden.

Frühwarnung und StaRUG als Kontext

Neben der InsO steht für Geschäftsleiter die Pflicht, Entwicklungen zu überwachen, die den Bestand der Gesellschaft gefährden können. Ein monatliches BWA-Bild mit Score ist dafür ein Operator-Werkzeug. Es ist kein Ersatz für ein StaRUG-Verfahren und keine Aussage, dass ein solches Verfahren angezeigt oder entbehrlich ist.

Wie Sie ein Lagebild holen

Reichen Sie auf keel.legal Jahresabschluss oder Vorjahres-BWA + SuSa, aktuelle BWA + SuSa, optional OPOS ein, und wählen Sie Termin oder Rückruf. Innerhalb von zwei Werktagen kommen Lagebild, Score und erste Kurzfrist-Angebote. Zahlen sieht zuerst nur das Keel-Team.

Für den weiteren Pfad nach dem Lagebild siehe Sanierung statt Insolvenz. Für den genauen Intake siehe Lagebild in zwei Werktagen.