Warum die Vereinfachung die Steuer nicht löscht

How-tos behandeln das Dreiecksgeschäft als geschlossenen Kasten. Sie schreiben: drei Unternehmer, Ware direkt, keine Registrierung im Bestimmungsland, fertig. Der Anwendungserlass Abschnitt 25b.1 Satz 2 sagt dasselbe als Zweck: die steuerliche Registrierung des mittleren Unternehmers im Bestimmungsland wird vermieden. Der Satz, der den Zahlungsplan bewegt, steht daneben. Ohne die Vereinfachung entstehen vier Umsätze: die innergemeinschaftliche Lieferung des ersten Lieferers, der Erwerb des mittleren Unternehmers dort, wo die Beförderung endet, ein zweiter Erwerb in dem Mitgliedstaat, dessen USt-IdNr. er verwendet, und eine ruhende Inlandslieferung am Ende der Strecke.

§ 25b Absatz 2 überträgt die Steuerschuld der ruhenden Lieferung auf den letzten Abnehmer. Absatz 3 lässt den Erwerb des ersten Abnehmers dann als besteuert gelten. Was die Vorschrift nicht verlangt: dass drei Verträge diese vier Umsätze schon löschen. Die BWA zeigt Nettoumsatz. Sie zeigt nicht, welcher Erwerb noch im Inland sitzt. Diese Seite stuft keine Kette ein.

Warum § 3d den Erwerb im Inland hält

§ 3d Satz 1 setzt den innergemeinschaftlichen Erwerb in den Mitgliedstaat, in dem die Beförderung oder Versendung endet. Satz 2 zieht einen zweiten Ort nach, sobald der Erwerber gegenüber dem Lieferer eine USt-IdNr. eines anderen Mitgliedstaates verwendet: der Erwerb gilt so lange auch dort als bewirkt, bis der Erwerber nachweist, dass der Bestimmungstaat ihn besteuert hat oder dass er nach § 25b Absatz 3 als besteuert gilt, sofern der erste Abnehmer seiner Erklärungspflicht nach § 18a Absatz 7 Satz 1 Nummer 4 nachgekommen ist.

Die deutsche GmbH, die ihre deutsche Nummer verwendet, trägt diesen zweiten Erwerb in der Voranmeldung, bis Absatz 3 und die Zeile ihn freigeben. Was Satz 2 nicht verlangt: dass die vermiedene Registrierung den inländischen Erwerb schon gelöscht hat. Das ist nicht der gewöhnliche innergemeinschaftliche Erwerb, bei dem Erwerbsteuer und Vorsteuer sich in demselben Zeitraum heben. Absatz 3 ist eine Fiktion, kein Zahlungseingang. Diese Seite rechnet keine Erwerbsteuer.

Warum die Rechnung den Hinweis setzt und nicht die Kasse

Absatz 2 Nummer 2: der erste Abnehmer ist im Bestimmungsland nicht ansässig und verwendet gegenüber dem ersten Lieferer und dem letzten Abnehmer dieselbe USt-IdNr., die weder die des Beginns noch die des Endes der Beförderung ist. Nummer 3: er erteilt eine Rechnung im Sinne des § 14a Absatz 7, in der die Steuer nicht gesondert ausgewiesen ist. Absatz 7 verlangt den Hinweis auf das innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäft und auf die Steuerschuldnerschaft des letzten Abnehmers sowie beide USt-IdNrn. Nummer 4: der letzte Abnehmer verwendet eine Nummer des Bestimmungslandes.

§ 18a Absatz 7 Satz 1 Nummer 4 setzt dieselbe Lieferung in die Zusammenfassende Meldung: USt-IdNr. jedes letzten Abnehmers im Bestimmungsland, Summe der Bemessungsgrundlagen und einen Hinweis auf das Dreiecksgeschäft. Absatz 8 Satz 2 hängt diese Angaben an den Meldezeitraum, in dem die Lieferung nach § 25b Absatz 2 ausgeführt worden ist, nicht an den Rechnungsmonat einer innergemeinschaftlichen Lieferung. Was die Rechnung nicht verlangt: dass ein Nettobeleg § 3d Satz 2 schon freigibt. Fehlt der Hinweis, greift Absatz 2 nicht, und Absatz 3 entsteht nicht. Diese Seite stellt keine Rechnung aus.

Warum das nicht die Zusammenfassende Meldung und nicht die Ausfuhr ist

Drei Achsen gegen die Zusammenfassende Meldung: Auslöser (Erwerb der mittleren GmbH nach § 3d Satz 2 gegen die Steuerfreiheit der ersten innergemeinschaftlichen Lieferung), Preis (Erwerbsteuer, die Absatz 3 nicht mehr als besteuert gelten lässt, gegen Umsatzsteuer auf der ersten Lieferung), Zeitpunkt (Rechnungshinweis plus Zeile nach Nummer 4 gegen den 25. als Bedingung des § 4 Nummer 1 Buchstabe b). Die ZM-Seite trägt die Zeile der Steuerfreiheit. Diese URL trägt die Fiktion, ohne die derselbe Erwerb im Inland bleibt.

Drei Achsen gegen die Ausfuhrlieferung: Auslöser (Kette innerhalb der Union gegen Drittland), Preis (freigegebener Erwerb gegen Buchnachweis plus Ausgangsvermerk), Zeitpunkt (Ausführung der Lieferung nach § 25b Absatz 2 gegen die Voranmeldung dieser Ausfuhr). Die Ausfuhr-Seite trägt den Nachweis. Diese Seite trägt den zweiten Erwerb.

Drei Achsen gegen den unrichtigen Steuerausweis: Auslöser (Rechnung, die die Steuer nicht gesondert ausweisen darf, gegen eine Rechnung, die zu viel oder unberechtigt Steuer zeigt), Preis (gehaltene Erwerbsteuer gegen den Mehrbetrag, der mit der Ausgabe entsteht), Zeitpunkt (Hinweis plus Zeile gegen den Tag der Ausgabe). Dieselbe GmbH kann alle drei Kalender tragen. § 25f Absatz 2 nimmt Absatz 3 und 5 heraus, wenn der Unternehmer von einer Hinterziehung wissen musste; das ist nicht diese URL. Diese Seite wählt zwischen den Wegen nicht.

Was Keel dazu macht und was nicht

Das Dreiecksgeschäft ist keine der sieben Keel-Methoden. Es ist ein Betrag mit Datum, der im Zahlungsplan fehlt, weil die BWA den Nettoumsatz zeigt und nicht den zweiten Erwerb, nicht den Rechnungshinweis und nicht die Zeile nach Nummer 4. Aus Jahresabschluss, aktueller BWA mit SuSa und, wenn sie vorliegt, der letzten Zusammenfassenden Meldung oder der Voranmeldung mit Dreiecksgeschäften entsteht in zwei Werktagen ein Lagebild mit Distress Score von 0 bis 100: welcher Erwerb im Inland bleibt, welche Zeile ihn nicht freigibt, und welche Hebel ohne diese Zeile real sind. Erstanfrage und Lagebild kosten nichts; eine Success Fee fällt nur auf Kapital an, das nachweislich ankommt.

Was Keel nicht ist, gehört dazu: keine Steuerberatung, keine Kanzlei, kein Bundesamt. Wir stufen keine Kette ein, stellen keine Rechnung aus und übermitteln keine Meldung. Ob eine konkrete Reihe, ein Hinweis oder eine Fiktion im Einzelfall trägt, gehört zum Steuerberater und zum Anwalt.

Nächster Schritt

Die Unterlagen liegen meist schon vor: der letzte Jahresabschluss, die aktuelle BWA mit SuSa und, falls sie im Haus ist, die letzte Zusammenfassende Meldung oder die Voranmeldung mit Dreiecksgeschäften. Legen Sie sie auf keel.legal ab, hinterlassen Sie Kontakt und Rolle und wählen Sie Termin oder Rückruf. Innerhalb von zwei Werktagen kommen Lagebild, Distress Score und erste Kurzfrist-Angebote zurück.